12.Mai 2026: Saragossa zum Zweiten

Heute beginnen wir unsere Besichtigungstour mit La Lonja de Zaragoza. Es war die alte Warenbörse von Saragossa. Damit die Händler einen eigenen Ort für ihre Geschäfte hatten und nicht länger die Kirchen zweckentfremdeten, wurde im 16. Jahrhundert dieser prächtige Renaissancebau für sie geschaffen.

Der walmdachgedeckte Backsteinbau fasziniert vor allem von innen. Eine hohe Halle mit einem spätgotischenRippengewölbeistmitallerleiVerzierungenversehen.

Wir sehen eine Ausstellung über die kulturelle, industrielle und technische Entwicklung Aragoniens – leider nur auf Spanisch.

Danach geht es zur zweiten Kathedrale der Stadt: Cathedral del Salvador (El Seo).

Diese Kathedrale ist eine eigenartige Mixtur verschiedener Baustile.

Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. war an dieser Stelle eine Basilika, die in westgotischer Zeit als Kirche San Vicente bezeichnet wurde. Sie war auch eine Moschee. Aber erst im 12. Jahrhundert wurde die erste christliche Kirche auf all diesen Bauten gegründet, und zwar nach Norden und nicht, wie damals üblich, nach Osten, um nicht mit der Gebetsrichtung der Muslime nach Mekka in Konflikt zu geraten. Später wurden dann Änderungen vorgenommen. La Seo zeigt auch Stilelemente aus Gotik, Mudejar, Renaissance und Barock.

Auch nicht so ganz meins diese Kathedrale mit dem Mischmasch der verschiedenen Baustile.

Nach so viel Kirche gehen wir zum Mercado Central.

Es ist eine restaurierte Markthalle aus Eisen und Glas aus dem Jahr 1903, in der die Einheimischen die besten Produkte Aragoniens einkaufen – frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch und Käse.

Dann kommen wir an ein paar Relikten aus der Römerzeit vorbei

und gehen auf die andere Seite des Ebro.

Der Granatapfelbaum steht in voller Blüte.

Wir wollen noch etwas einkaufen und gehen in einen etwas größeren Supermarkt. Besonders auffällig ist die Theke mit den ganzen Schinken.