15. Mai 2026: Calatayud > Daroca > Laguna de Gallocanta > Albarracín
Heute steht ein großes Programm auf unserer Liste.
Ich möchte gerne noch das Castillo de Ayud anschauen, das wir gestern nur über der Stadt thronen gesehen haben.
Es ist eine Festung muslimischen Ursprungs aus dem 9. Jahrhundert.
Unser nächstes Ziel ist Daroca, eine Stadt, die für ihre Mudejar-Architektur und ihre Befestigungsmauern bekannt ist. Auf dem Weg dorthin passieren wir noch wunderschöne Felder mit Mohnblumen.
In Daroca machen wir zunächst einen Spaziergang entlang der Befestigungsmauern.
Sie erstreckt sich über etwa 3,5 bis 4 Kilometer, stammt ursprünglich aus dem 13. und 14. Jahrhundert und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Stadt und die umliegende Landschaft.
Daroca ist ein sympathisches, ein wenig verschlafenes Örtchen mit wenig Tourismus. Was mir hier gut gefallen hat ist die Erinnerungskultur an die muslimischen, jüdischen und christlichen Stadtteile.
Da an den Häusern und in den Straßen nicht mehr viel zu erkennen ist, wird mit Wandgemälden auf die jeweilige Kultur aufmerksam gemacht.

Zum Schluss noch eines der Stadttore, das Puerta Baja, bevor wir die Stadt verlassen.
Unser nächstes Ziel ist die Laguna de Gallocanta, die etwa 40 Kilometer entfernt auf 1000 Meter Höhe liegt. Wir haben viel über dieses Vogelparadies gelesen.
Es ist schon eine fantastische Landschaft. Es handelt sich um einen endorheischen See, das heißt er hat keinen Abfluss und weist aufgrund der Abhängigkeit von Niederschlägen einen schwankenden Wasserstand auf. Und kann auch mal ganz austrocknen. Im Frühjahr und im Herbst ist es ein wahres Paradies für rastende Kraniche. Nur leider nicht als wir dort sind. Den fast einzigen (außer einem Pelikanpaar) zu fotografierenden Vogel sieht man hier.
Wir erleben hier einen kurzen Hagelschauer mit starkem Wind, aber dann kommt die Sonne wieder hervor, und wir finden einen wunderschönen Weg entlang des Sees, keine Menschenseele, Einsamkeit pur und eine wunderschöne Weite. Eine sehr ruhige, fast zeitlose Atmosphäre.
Dann machen wir uns auf den etwa 1,5 stündigen Weg nach Albarracín. Auf dem Weg dorthin erhalten wir die Nachricht, das unsere gebuchte Unterkunft uns absagt. Wir buchen eine neue, aber in einem relativ teuren Hotel. Als wir dort ankommen, haben wir ein paar Probleme, uns auf Englisch zu verständigen. Wir hatten ein Zimmer für 4 Personen gebucht, weil in unserer App kein anderes frei war, aber wir bekommen jetzt vor Ort ein viel günstigeres für 2 Personen in antiken Mauern direkt neben der Altstadt. Hier noch ein erster Blick auf die Stadt, aber wir sind ja noch drei Tage hier.