15. November 2025: Wanderung zum Kloster Filerimos

Heute geht es auf unsere erste Wanderung. Wir fahren mit dem Bus nach Trianda und gehen noch 1,7 Kilometer bis zum Startpunkt.

Wir steigen auf durch lichten Wald

und sehen die Früchte des Erdbeerbaums.

Wir haben sie nicht gekostet, aber sie sollen süßsauer und mehlig schmecken und werden meist zu Konfitüre und Likör verarbeitet.

Es bietet sich ein herrlicher Blick auf das Meer und die Stadt Ialìsos. Das hohe Gebäude rechts ist unser 20-stöckiges Hotel *Ródos Palace.*Ganz links die Landzunge ist Ródos mit dem Aquarium.

Wir gehen weiter und passieren einen nicht mehr funktionierenden Brunnen mit arabischer Inschrift.

Dann kommen wir an einer aufgegebenen und verwaisten Hotelruine vorbei, die nie fertiggestellt wurde.

Es geht noch ein Stückchen bergan und dann sehen wir das Licht der freien Fläche vor uns.

Gegenüber dem Eingang zum Kloster und der Ausgrabungsstätte führt eine Allee (der Kreuzweg Golgatha)

zu einem großen Kreuz aus Beton.

Von dort oben hat man einen schönen Ausblick gen Süden und auch der Flughafen von Rhodos ist rechts zu sehen.

Vor dem Eingang zur Klosteranlage laufen Dutzende Pfauen auf dem Parkplatz herum.

Der Eintritt für die Klosteranlage kostet 10 €. Wir sind sehr skeptisch, ob das angemessen ist, aber wir zahlen den Preis.

Wir gehen zunächst zur winzigen Höhlenkirche Ágios Geórgios.

Im Inneren gibt es Fresken aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.

Direkt neben dem Kirchlein blüht der Herbst-Goldbecher.

Unser Rundgang führt uns zur byzantinischen Festung aus dem 13. Jahrhundert.

Dann begeben wir uns zur Klosteranlage aus dem 10. Jahrhundert. Sie trägt aber jetzt eindeutig die Handschrift der Restauration durch die Italiener in den 1930er Jahren.

Hier der Kreuzgang.

Das Baptisterium (Taufbecken) ist noch aus frühchristlicher Zeit. (siehe Johannes-Basilika 11. November)

Am Eingang befinden sich auch noch die Reste eines Fundaments des Athena-Polias-Tempels aus dem 3./2. Jahrhundert v. Chr.

Insgesamt eine ganz nette Anlage, aber 10 € Eintritt sind meines Erachtens zu hoch. Zumal die Klosterkirche geschlossen war.

Eine Erkenntnis, die wir auch bei anderen antiken Stätten in Griechenland und der Türkei gewonnen haben, sind überzogene Eintrittspreise von 20 bis 40 €. Ob sich die Kulturorganisationen sich damit nicht ins eigene Fleisch schneiden? Es wird sich in naher Zukunft erweisen.

Wir machen uns auf den Rückweg und beschließen die Wanderung nicht wie vorgesehen als Rundweg zu gehen, sondern die gesamte Strecke zu Fuß zum Hotel zurück zu kehren.

Insgesamt eine Wanderung, die uns sehr gut gefallen hat.