19. November 2025: Improvisation gefragt

Wie bereits erwähnt haben wir heute einen 125 cm³ Roller zur Verfügung. Das Ziel ist heute den höchsten Berg von Rhodos zu besteigen: den Attávyros mit 1216 Meter Höhe. Allerdings wollen wir ziemlich weit auf dem Schotterweg fahren und nur die letzten 240 Höhenmeter bewältigen.
Zunächst kommen wir am kleinen Hafen von Kámiros Skála vorbei und sehen gerade die Fähre von Chálki anlegen.

Gleich neben dem Hafen fällt uns dieses Grabmal auf:

Es handelt sich um die unvollendete Fassade eines lykischen Grabmals. Typologisch entspricht es den Gräbern Lykiens in der Region rund um Fethiye in der Türkei und verweist auf die engen Beziehungen zu Kleinasien in antiker Zeit.
Jetzt wollen wir aber weiter zum Attávyros.

Allerdings sehen wir den Gipfel dauerhaft in Wolken und teilweise sieht es so aus, als könnte es regnen. Also geben wir unser Ziel auf und kehren um. Unser neues Ziel ist Monólithos. Die Straßen hier im Süden so so leer. Kaum ein Auto, das uns begegnet. Vier Kilometer hinter dem Dorf liegt das Kástro Monólithou.

Hier stand schon seit byzantinischer Zeit ein Kastell, das in der Johanniterzeit verstärkt wurde (1476). Auf der Felsspitze steht das kleine Kirchlein Ágios Pandélimon. Von hier hat man einen wunderbaren Panoramablick.

Auf dem Hinweg noch Monólithos haben wir in einer Kurve einen Schluchteneingang gesehen und wir haben uns auf Komoot eine Wanderung dazu heraus gesucht.
Ich sehe aber nur noch einen Balken auf der Tankanzeige.
Auf Google Maps ist aber im gesamten Süden von Ródos keine Tankstelle verzeichnet. Bevor wir uns der Schlucht zuwenden, müssen wir erstmal tanken. Aber wir verfahren uns nochmal um 5 Kilometer. Und dann sind wir auch schon auf Reserve. In Kristinía in einem Mini Markt sagt man uns, die nächste Tankstelle sei 10 Kilometer entfernt in Mandrikó. Auf den letzten Tropfen, so fühlt es sich an, erreichen wir erleichtert die Tankstelle. Dann fahren wir wieder die 20 Kilometer zurück zur Schlucht. Sie sieht toll aus.

Wir gehen etwas hinein, aber es fängt etwas an zu tröpfeln. Außerdem kommt ein Sicherungsseil, wo man ziemlich steil nach oben klettern müsste. Wir haben auch nicht mehr die Zeit für eine Tour. Aber die Feldformationen sind auch so atemberaubend.

Da wir noch einen weiten Heimweg haben, machen wir noch einen kurzen Kaffeestopp in Émbona und fahren in leichtem Regen zurück. Es war heute nicht das, was wir geplant hatten, aber es war trotzdem sehr schön.
Morgen früh klingelt der Wecker um 3:30 Uhr.
Danke an alle, die uns “begleitet” haben.