20. Mai 2026: Auf der Silent Route zu neuen Ufern
Wir verlassen Teruel in nordöstlicher Richtung und haben uns als neues Ziel eine Ferienwohnung in dem kleinen Dorf La Codoñera ausgesucht.
Heute ist aber der Weg das Ziel, nämlich die Silent Route. Sie gilt als eine der spektakulärsten Panoramastraßen Spaniens.

Das Besondere an dieser Route lässt sich am besten mit dem Konzept des „Slow Driving“ beschreiben. Man kann auch gar nicht schnell fahren, denn die 63 Kilometer lange Strecke ist sehr kurvenreich. Es geht darum, die Einsamkeit, die Stille und die raue Natur bewusst zu erleben, was als Fahrer nicht so einfach ist. Es ist aber kaum Verkehr, da noch keine Haupturlaubszeit ist. Die Strecke ist bei Bikern sehr beliebt, aber heute sind nur sehr wenige unterwegs. Als Foto-Attraktion steht auch dieser Bus „El Caimán“ (Der Alligator): Es die Nachbildung eines alten, legendären Linienbusses, der früher die abgelegenen Dörfer trotz der abenteuerlichen Straßenverhältnisse täglich miteinander verband.
Die Straße schlängelt sich durch tiefe Canyons, vorbei an schroffen, fast senkrecht aufragenden Kalksteinfelsen und engen Felstunneln. Die Landschaft verändert sich wellenartig von fast schottisch wirkenden Hochebenen auf über 1.300 Metern bis hin zu tiefen Flusstälern.




Hier sieht man die Órganos de Montoro. Sie ragen wie die riesigen Pfeifen einer steinernen Orgel aus der Landschaft heraus. Ihre Entstehung ist das Ergebnis einer Jahrmillionen alten Kombination aus Meeresablagerungen, gewaltigen tektonischen Kräften und der unermüdlichen Arbeit von Wasser und Wind.
Hier machen wir unsere Mittagsrast.
Am Wegrand entdecken wir das Appeninen-Sonnenröschen
und ihre enge Verwandte: das italienische Sonnenröschen.
Nach unserer Rast fahren wir zum Ende der Silent Route, die durch diesen riesengroßen Bikerhandschuh und die vielen Aufkleber der Reisenden gekennzeichnet ist.
(https://thesilentroute.com/en/)
Wir fahren noch eine halbe Stunde und kommen dann in unserer Unterkunft in La Codoñera an.