7. November 2025: Ausflug nach Líndos

Diese Stadt wird als romantischste Stadt der Insel und eine der berühmtesten Griechenlands bezeichnet. Sie ist das Ausflugsziel der Insel mit ihrer antiken Akropolis und den weißen Kapitänshäusern aus dem 18. Jahrhundert.

Bevor wir dort ankommen erleben wir beim Frühstück noch ein heftiges Gewitter und starken Regen und wissen nicht so wirklich, was wir anziehen sollen.

Doch schon bald im Bus hört es auf zu regnen und die Sonne kommt wieder heraus und wir haben ja noch eine Stunde Fahrt bis Líndos.

Wir gehen den kurzen Weg vom Busparkplatz in den Ort.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie man in der Hochsaison durch die engen Gassen der Stadt geschoben wird. Jetzt geht es ganz gut, weil viel weniger Touristen da sind und daher auch etwas mehr als die Hälfte der Souvenirläden schon geschlossen hat.

Auch die 80 Esel, die sich in der Saison mit manchen Touristen die 300 Stufen zur Akropolis hinauf quälen müssen, sind seit ein paar Tagen “in der Reha” bis zum nächsten Jahr im April.

Die ältesten Spuren auf dem Felsen sind 4000 Jahre alt, die Dorer haben den Tempel weiter ausgebaut und unter Kleoboulos etwa 500 v. Chr. gab es einen der ersten steinernen Tempel. Sein Denkmal steht in der Nähe des Busparkplatzes mit der Akropolis im Hintergrund.

Die Akropolis hat durch die wechselvollen Geschichte viele Veränderungen erfahren, wie z.B. Plünderung durch die Christen, weitere Befestigungsanlagen insbesondere durch den Johanniterorden, sozusagen die ersten Touristen: Pilger und Kreuzritter.

Hier ein paar Bilder der Akropolis:

Dann geht es wieder hinunter, um noch ein paar der Kapitänshäuser anzuschauen. Unter anderem die Captain's House Bar: eine kleine Cafébar auf dem Vorhof des alten Kapitänshauses mit einer der am reichsten verzierten Fassaden des Orts.

Hier die Fassade und der Eingang zum Salon:

und der Salon mit seiner prächtigen Holzdecke und dem schwarz-weißen Kieselmosaik:

Kieselmosaiken findet man sehr häufig hier sowie auf allen Dodekanes-Inseln. Choch-láki (gr. Kiesel) oder Krokalía nennt man diese alte Bodengestaltung. Die Mosaike zeigen ornamentale oder geometrische Muster, selten auch einfache Darstellungen von Hirsch oder Zypresse.

Dann noch ein paar repräsentative Eingangstüren und Türklopfer von den Kapitänshäusern:

Immerhin ist das Ensemble der weißen Häuser von Líndos vor größeren Eingriffen geschützt und es dürfen keine wesentlichen, das Stadtbild verändernden Veränderungen herbei geführt werden.

Am späten Nachmittag gehen wir noch in die Altstadt von Ródos (so der griechische Name von Rhodos), aber die Erfahrungen teilen wir morgen, wenn wir mit der Gruppe dort sind.

Zum Abschluss noch zwei Katzenbilder: